Das Fichtekränzi: Eine alte Geschichte. Gegründet im Jahre 1849, gehört das Fichtekränzi zu den ältesten Apfelweinlokalen der Stadt. Der Name mag für viele Nicht-Frankfurter etwas eigenartig klingen, aber wie man auch am Logo erkennen kann, handelt es sich in der Tat um einen Kranz aus geflochtenen Fichtenzweigen. Und dieser signalisiert in Frankfurt und Umgebung seit vielen hundert Jahren: Hier wird Apfelwein ausgeschenkt.

In Veröffentlichungen von Wochenschriften und in der Literatur werden die Biederkeit, der Kleingeist und die unpolitische Haltung großer Teile des damaligen Bürgertums karikiert und verspottet.Der Dicher Ludwig Pfau verfasste bereits 1847 ein Gedicht mit dem Titel Herr Biedermeier, das Spießigkeit und Doppelmoral anprangert. Es beginnt mit den Zeilen:
Schau, dort spaziert Herr Biedermeier / und seine Frau, den Sohn am Arm
sein Tritt ist sachte wie auf Eier / sein Wahlspruch: Weder kalt noch warm.

Zentrale Forderungen der Opposition in Deutschland und der Frankfurter Nationalversammlung, die vom 18.5.1848 - 18.6.1849 in der Paulskirche tagte, waren die Gewährung von Bürger- und Freiheitsrechten, die Einsetzung liberaler Landesregierungen, vor allem aber die Schaffung eines deutschen Nationalstaats mit gesamtdeutscher Verfassung und einer Volksvertretung. Wie wir wissen, scheiterte die Sache. Vorerst. Auch das Fichtekränzi überstand mehr oder weniger unbeschadet alle Wirren der Zeit, bis es gegen 1980 in eine Art Dornröschenschlaf fiel, aus dem es erst wieder 1993 erweckt wurde.

Denn damals übernahm Klaus Borsch mit vielen Ideen, Enthusiasmus und innovativem Konzept das "Fichte". Und vom Alten blieb, was gut war - Apfelwein und Frankfurter Küche -, dazu aber kamen ein engagierter Koch, der das Speisenangebot international erweiterte ( ein Blick auf die Tageskarte lohnt ), Auswahl an verschiedenen Weinen, Biere vom Fass und Elsässer Brände.


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